Miteinander leben

Die Bevölkerungszahl der USA liegt heute bei 318,9 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern. Davon haben 50 Millionen Menschen deutsche Vorfahren. Zu Beginn der deutschen Einwanderung warfen amerikanische Politiker den deutschen Einwanderern vor, Integrationsverweigerer zu sein. Sie galten als rückständige, religiöse Eiferer und ihre Lebensweisen als eine Gefahr für die amerikanische Kultur der Freiheit. Das Blatt wendete sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts jedoch so weit, dass die Amerikaner mit deutscher Herkunft eine Bevölkerungsgruppe waren, die höchstes Ansehen innerhalb der USA genossen. Es gibt sie also auch in großen Zahlen: Die deutschen Migranten, die in andere Gruppen integriert wurden.

 

Mehr als 800.000 Flüchtlinge werden nach aktuellen Schätzungen dieses Jahr nach Deutschland gelangen. Sie sind Opfer von Terrorismus, Bürgerkriegen und wirtschaftlicher Not. Diesen Menschen zu helfen ist gesamtgesellschaftlich mit Blick auf die selbstauferlegten Grundrechte aufgrund historischer Erfahrung eine Verpflichtung und vor allem eine große Chance. Dabei bindet sie sowohl den Bund als auch die Länder und die einzelnen Kommunen mit ein. Allzu häufig wird jedoch versucht, politisches Kapital zu erwirtschaften, indem Ängste vor Verfremdung geschürt oder vermeintlich einfache Lösungsansätze präsentiert werden. Dies kann, wovon wir traurigerweise Zeuge werden mussten, in Brandstiftung in Flüchtlingsunterkünften münden. Diese Taten sind keinesfalls zu befürworten und werden vom Großteil der Bevölkerung zurecht abgelehnt. Denjenigen, die mit den Taten und den damit assoziierten Gedanken sympathisieren, sei gesagt, dass sie nicht die schweigende Mehrheit sind, sondern nur zu einer rechtsradikalen Splittergruppe gehören. Der Großteil der deutschen Bevölkerung hat die Not erkannt und lebt die Nächstenliebe. Die Menschen, die Not leiden und unsere Hilfe erbitten, sollen sie erhalten. Die Kategorisierung in „wirtschaftlich nützliche“ und „weniger nützliche“ Flüchtlinge – wie sie in Diskussionen immer wieder auftaucht – ist menschenunwürdig und nicht tragbar.

 

Doch wie kann eine solche Herausforderung nun gelöst werden? Die Antwort liegt im Kleinen, sie liegt bei jedem einzelnen, bei dir und bei mir. Jeder ist gefragt und auch die Gemeinde kann helfen. Sie kann beispielsweise leerstehende Häuser und Wohnungen anmieten, um Flüchtlinge dort unterzubringen, und sie kann für eine angemessene Integration der Kinder in Schulen und Kindergärten Sorge tragen. An dieser Stelle bedanken wir uns ausdrücklich bei den verantwortlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeinde Ostercappeln.

 

Die SPD in der Gemeinde Ostercappeln spricht sich ausdrücklich dafür aus, die Integration von Flüchtlingen in der Gemeinde Ostercappeln voran zu treiben. Wer dies unterstützen möchte wird dazu herzlich gebeten, sei es im Rahmen eines ehrenamtlichen Engagements oder in materiell-finanzieller Hinsicht. Für die bisher geleistete ehrenamtliche Arbeit für diese Menschen bedanken wir uns ebenfalls ausdrücklich. Nähere Auskünfte geben die Verwaltung der Gemeinde Ostercappeln sowie die Freiwilligenagentur und auch die SPD sehr gerne.

 

Es wird viel getan. Es bleibt mehr als genug zu tun!

 

Für die SPD in der Gemeinde Ostercappeln: Frauke Hampe und Johannes Klecker